In wenigen Wochen bietet Der Begleiter eine weitere Maßnahme an, die Menschen mit einer seelischen Behinderung auf ihrem (Rück)Weg ins Arbeitsleben unterstützen soll.

Der vorläufige Arbeitstitel für diese Maßnahme lautete TaK für „Teilhabe am arbeitsweltlichen Kontext“ – kein ansprechender Name, fanden die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die mit der Entwicklung der neuen Leistung betraut ist.

Kurzerhand wurde ein Wettbewerb zur Namensfindung ausgeschrieben. Jetzt stehen Name und Gewinnerin fest.

Ina Engler aus dem Begegnungszentrum Allermöhe hat sich mit ihrem Vorschlag Chapeau TaK gegen rund 50 andere Vorschläge durchgesetzt. „Ich ziehe meinen Hut vor den Menschen, die sich im Rahmen der Maßnahme auf den Weg machen“, begründet die Sozialarbeiterin ihren Vorschlag. „Das erfordert eine Menge Mut und Kraft.“

Für Ihren Vorschlag gab es einen tollen Preis – eine Kiste mit lauter Produkten, die im Rahmen der Maßnahme produziert und verpackt werden sollen, wie z.B. Tee oder Schokolade.

Ina Engler freut sich nicht nur über die Leckereien, auch die liebevolle Art der Verpackung begeistert sie.

Mit der Schnoopkram-Box überraschte Vanessa Obst die Gewinnerin an ihrem Arbeitspatz im Begegnungszentrum Allermöhe.

 

Ergotherapeutin Vanessa Obst (rechts) überreicht Ina Engler (links) ihren Gewinn auf der Wendeltreppe am Fleetplatz in Neuallermöhe.

Und darum geht es bei Chapeau TaK

Wenn jemand mit einer seelischen Behinderung leben muss, fällt es ihm oft besonders schwer, eine geregelte Arbeit aufzunehmen. Gleichzeitig ist der Wunsch danach groß, denn ein Arbeitsplatz trägt nicht nur zur finanziellen Sicherheit bei, sondern bietet auch eine sinnerfüllte Beschäftigung, Tagesstruktur und den Kontakt zu anderen Menschen. Der Anspruch auf Teilhabe am Sozial- und Arbeitsleben ist zudem im Sozialgesetzbuch festgeschrieben.

Gerade bei Menschen mit psychischen Einschränkungen stehen oft Ängste und ein fehlendes Selbstbewusstsein der Aufnahme einer Arbeit entgegen. „Bin ich dem Arbeitsdruck gewachsen? Komme ich im Team zurecht? Wie schaffe ich es, jeden Tag pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen?“ sind nur einige Beispiele für hemmende Gedanken.

Dazu können kognitive Einschränkungen kommen, wie z.B. eine Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit, der Aufmerksamkeit oder des Gedächtnisses.

Um diesen Knoten zu entwirren, entwickelt Der Begleiter das neue Angebot „Chapeau Tak“.

Im Rahmen einer individuellen Förderung trainieren oder erlernen die Teilnehmer*innen in ihrem ganz persönlichen Tempo Grundarbeitsfähigkeiten. Dazu gehören z.B. auch Trainings zum Umgang mit Stress oder das Erlernen von Entspannungstechniken.